Das Wasser, das nach unserer Benutzung in die Kanalisation fließt, ist viel zu schmutzig, um es in die Flässe und Meere zu leiten. Es muss in Kläranlagen gereinigt werden.

Wie das funktioniert, erklärte uns Herr Vogt zunächst im Leitstand. Von hier aus werden alle Vorgänge im Klärwerk überwacht.

Dann ging es auf die Anlagen. Als erstes guckten wir uns den Rechen an. Hier werden alle Grobstoffe aus dem Abwasser herausgefiltert, die größer sind als 3 mm, z.B. Toilettenpapier.

Anschließend gelangt das Wasser in den sogenannten Sandfang. Im Sandfang wird die Fließgeschwindigkeit des Abwassers reduziert, wodurch schwere Stoffe wie Sand und Kies absinken. Die Sandfangbecken werden regelmäßig entleert und gereinigt.

Danach wird das Abwasser im Zwischenpumpwerk in das nächste Becken gepumpt.

Im Vorklärbecken fließt das Wasser so langsam, dass sich auch leichtere Teilchen absetzen können.

Nun ist das Wasser im Belebungsbecken angekommen. Hier geht es so richtig zu Sache. Die Mikroorganismen fressen sich hier so richtig satt. Damit die Bakterien im Wasser in der Schwebe bleiben und genügend Sauerstoff haben, wird das Becken ständig belüftet.

Im Nachklärbecken setzen sich die "satten" Mikroorganismen am Boden ab.

Als letzte Stufe der Reinigung fließt das Wasser durch die Filtrationsanlage. Dafür wird es durch verschieden Gesteinsschichten geleitet. Auch hier gibt es eine Tafel, auf der die Mitarbeiter sehen können, ob alles richtig funktioniert. Im Keller befinden sich die Filter und Pumpen.  

Von hier aus wird auch gesteuert, ob die Überlaufbecken gefüllt werden. Das passiert, wenn zu viel Wasser da ist, z.B. bei sehr starkem Regen.

Wenn das Abwasser alle Klärstufen durchlaufen hat, kann das gereinigte Wasser wieder in einen Bach oder Fluss eingeleitet werden. Das Wasser kehrt zurück in den Wasserkreislauf.

Nun wissen wir, was mit unserem Abwasser passiert, wenn es durch den Abfluss verschwunden ist. 

Mit der Priwallfähre ging es zurück nach Travemünde, wo wir uns in der Ostsee erfrischten.

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